DO Monterrei

Das Weinbaugebiet Monterrei (übersetzt bedeutet es „Berg des Königs“) ist das kleinste und südlichste Anbaugebiet der nordwestlichen Region Galicien und liegt nahe der portugiesischen Grenze. Die Rebflächen in Höhenlagen zwischen 400 und 450 m liegen beidseitig des Flusses Tamega sowie seiner Nebenflüsse um Verin im Nordwesten der Provinz Ourense. Im Tal des Tamega und seiner Nebenflüsse überwiegt meist fruchtbares Schwemmland aus dem Erdzeitalter des Miozän, in den Hanglagen findet man tiefe, meist schwere, manchmal sandige Böden.
 
Hauptanbauflächen verteilen sich auf zwei Subregionen:

  • Val de Monterrei in den Tal-Lagen des Tamega und seiner Zuflüsse mit Rebflächen in den Unterbezirken von Castrelo do Val (mit den Gemeinden Castrelo do Val, Pepín, Nocedo), Monterrei (Albarellos, Infesta, Monterrei und Vilaza), Oimbra (Oimbra, Rabal, O Rosal und San Cibrao) und Verín (Abedes, Cabreiroa, Feces de Abaixo, Feces de Cima, Mandín, Mourazos, Pazos, Queizas, A Rasela, Tamagos, Tamaguelos, Tintores, Verín, Vilela und Vilamaior do Val).
  • Ladeira de Monterrei in Hang- und höheren Lagen in den Unterbezirken von Castrelo do Va Gondulfes und Servoi, Oimbra (As Chas und A Granxa), Monterrei (Flariz, Medeiros, Mixos, Estevesinos und Vences) und Verín (Queirugas).

 
Klima
Das Klima in Monterrei unterscheidet sich von den übrigen Anbaubereichen in Galicien, was vor allem auf seine Lage im Landesinneren zurückzuführen ist. Monterrei ist eine der wärmsten und trockensten Zonen innerhalb Galiziens, mit einem atlantischen Klima, das aber vom kontinentalen Binnenklima stark beeinflusst ist. Die jährliche Durchschnittstemperatur liegt bei 11,5 °C und im Schnitt fallen hier zwischen 650 und 700 mm Niederschlag pro Jahr.
 
Rebsorten
In der DO Monterrei werden sowohl weiße als auch rote Rebsorten kultiviert, wobei die weißen Sorten jedoch mit einer Gesamtmenge von über 60 Prozent dominieren. Aus Godello, der dominierenden Rebsorte der Region, werden fruchtig, spritzige Weißweine gekeltert, die zum Teil mit Doña Blanca, Treixadura und Albariño verschnitten werden.
Für die Rotweine aus Monterrei werden in erster Linie die beiden Sorten Mencia und Merenzao verwendet, aber auch Tinto Fino (lokal gebräuchliche Bezeichnung für Tempranillo) ist zu finden. Der Weinbau in diesem Teil Galiciens blickt zwar auf eine lange Tradition, die wohl von den Römern begründet wurde, zurück, fristete jedoch lange Jahre eher eine Art Schattendasein.
Einen echten Aufschwung erlebte Monterrei als Robert Parker, der berühmte Weinkritiker, im Jahr 2008 einen Wein dieser DO besonders auszeichnete.