Ein Abend wie in Spanien: Wein, Tapas und pure Leidenschaft
Die Sonne hängt noch tief am Horizont, goldene Strahlen tanzen über die Kopfsteinpflastergassen. Ich biege um die Ecke einer kleinen Straße in Sevilla, und schon schlägt mir der Duft von frisch gebratenem Knoblauch, würziger Chorizo und gegrilltem Gemüse entgegen. Es ist der Moment, in dem man weiß: Spanien schmeckt, riecht und lebt.
Ich setze mich an einen kleinen Holztisch, direkt vor einem Fenster, durch das die warmen Farben der Stadt hereinfallen. Vor mir stehen kleine Teller, gefüllt mit Tapas – jede einzelne wie ein Kunstwerk, jedes Aroma wie eine Geschichte. Daneben glitzert im Glas ein tiefroter Rioja (Hacienda Grimon Reserva). Ich nehme einen Schluck und sofort öffnet sich eine neue Dimension des Genusses: reife Beeren, ein Hauch von Eiche, weich und doch lebendig.
Jamón Ibérico: Ein Tanz auf der Zunge
Ich greife nach einem Stück Jamón Ibérico. Es schmilzt auf der Zunge, die salzige Süße entfaltet sich langsam, begleitet von der Wärme des Weins. Jeder Bissen ist wie ein Tanz: Fett und Frucht, Tradition und Genuss, untrennbar miteinander verbunden. Ich lehne mich zurück, schließe die Augen und fühle die Sonne Spaniens auf meiner Haut – obwohl sie längst untergegangen ist.
Gambas al Ajillo: Der Geschmack des Meeres
Der Kellner bringt eine kleine Pfanne mit Garnelen, die in Knoblauch und Chili brutzeln. Ich nehme eine, der Dampf steigt in meine Nase, die Aromen kitzeln die Sinne. Ein Schluck Albariño (La Val) folgt: Zitrus, Frische, fast wie eine Brise vom Atlantik. Jeder Biss ist ein kleiner Urlaub, jeder Schluck ein Lächeln auf den Lippen. Die Stadt draußen scheint still zu werden, nur noch dieser Moment zählt.
Tortilla Española: Einfachheit, die glücklich macht
Ein Teller Tortilla kommt, golden, saftig, mit Kartoffeln und Zwiebeln. Ich schneide ein Stück ab, der Wein – ein Rosado aus der DOCa Rioja (Sierra Cantabria XF) – umhüllt die Tortilla wie eine sanfte Umarmung. Keine Eile, keine Gedanken an morgen. Nur ich, der Geschmack und die Wärme dieses Abends.
Patatas Bravas: Ein Feuerwerk der Aromen
Dann Patatas Bravas: knusprig, scharf, lebendig. Ein Schluck Cava (Giro Ribot Mare Gran Reserva) sprudelt über die Lippen, prickelt im Mund, zähmt die Hitze der Sauce, macht Lust auf mehr. Ich lache leise – allein oder nicht, spielt keine Rolle – denn Spanien schafft es, dass selbst der kleinste Moment intensiv, lebendig, unvergesslich wird.
Cabrales: Mutig, intensiv, unvergesslich
Zum Abschluss wage ich mich an Cabrales, Blauschimmelkäse, der intensiv, fast fordernd ist. Ich nehme einen Schluck Sherry (Cuesta Pedro Ximénez) – süß, samtig, und plötzlich tanzen Gegensätze: Süße und Salzigkeit verschmelzen, fordern die Sinne, lassen sie jubeln. Ich lehne mich zurück und spüre, dass dies mehr ist als Essen. Es ist ein Gefühl, eine Erinnerung, ein Stück Spanien in meinem Herzen.
Die Magie Spaniens
Die Abenddämmerung fällt, Kerzenlicht flackert, die Stimmen anderer Gäste verschwimmen zu einem warmen Klangteppich. Wein, Tapas, Freunde, Fremde – alles wird eins.
Man merkt: Spanien lebt in den kleinen Momenten, in der Freude am Essen, im Genuss ohne Eile.
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¡Salud y buen provecho! Wünscht Euch
Eure Beate


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